EOE Glossar – Begriffe rund um die Eosinophile Ösophagitis
Dieses Glossar erklärt wichtige medizinische Begriffe rund um die Eosinophile Ösophagitis (EOE) verständlich und strukturiert.
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A
Antibiotika: Substanzen, die Bakterien abtöten oder deren Wachstum verhindern
Antikörper: Proteine des körpereigenen Abwehrsystems, die Krankheitserreger oder Fremdstoffe erkennen
Aminosäure: Baustein von Proteinen
Allergische Rhinokonjunktivitis: Allergischer Schnupfen mit Augenbeteiligung
Atopische Dermatitis: auch Neurodermitis genannt, oft juckende, chronisch-entzündliche Hauterkrankung
Asthma bronchiale: chronische Entzündung der Atemwege
Anti-IL-Biologika: Antikörper gegen Entzündungsbotenstoffe (Interleukine)
Adhärenz: Einhaltung der Therapieziele durch Patient und Behandler
B
Barrieredysfunktion: Erhöhte Durchlässigkeit, z.B. von Haut oder Schleimhaut, wodurch Entzündungen leichter entstehen können.
Biopsie: Entnahme kleiner Gewebeproben zur Untersuchung
C
Cytosponge: Schluckbarer Schwamm, mit dem Zellen aus der Speiseröhre gewonnen werden können
CED: Chronisch entzündliche Darmerkrankungen
D
Dysphagie: Schluckbeschwerden
Dysfunktion: fehlerhafte Funktion eines Organs oder des Ablaufs eines biologischen Prozesses
Diagnostische Latenz: Zeitraum zwischen ersten Symptomen und Diagnosestellung
Dilatation: medizinische Aufweitung einer Engstelle durch Dehnung
E
Endoskopie: Spiegelung von Speiseröhre, Magen oder Darm, Entnahme von Gewebeproben möglich
Eosinophile/HPF: Anzahl der eosinophilen Granulozyten im mikroskopisch untersuchten Gewebe pro Gesichtsfeld, ≥15 gilt hier als diagnosesichernd.
Eosinophile Ösophagitis (EOE): Chronisch entzündliche Erkrankung der Speiseröhre, bei der bestimmte Immunzellen (Eosinophile Granulozyten) vermehrt in der Schleimhaut auftreten.
Eosinophile Granulozyten: Untergruppe der weißen Blutkörperchen, die z.B. bei allergischen Entzündungen eine wichtige Rolle spielen
Ekzem: entzündliche Veränderung der Haut
1- oder 2-Food-Eliminationsdiät: Vermeidung von zwei möglichen Krankheitsauslösern, z.B. Milch bzw. Milch und Weizen
6-Food-Eliminationsdiät: Vermeidung von Milch, Weizen, Eier, Meeresfrüchte, Soja und Nüssen
Entzündungsmarker: Laborwerte, die auf eine Entzündung im Körper hindeuten
Exsudat: entzündlicher Austritt von Flüssigkeit aus kleinen Blutgefäßen in das umliegende Gewebe
Emulgatoren: Stoffe, die zwei an sich nicht-mischbare Flüssigkeiten mischbar machen
F
Fibrosen: Vermehrung des Bindegewebes, z.B. in der Speiseröhre, was langfristig zu Verengungen und Schluckbeschwerden führen kann.
G
Goldstandard: momentan bestes und von den Leitlinien empfohlenes Verfahren oder Therapie
H
Histologie: mikroskopische Untersuchung von Gewebe
I
Inzidenz: Anzahl von Neuerkrankungen innerhalb einer bestimmten Gruppe
M
Mikroplastik: Kunststoffpartikel unter 5mm
Morbidität: beschreibt, wie häufig Krankheiten in einer Bevölkerung auftreten
Monitoring: medizinische Überwachung
O
Ösophagus: Speiseröhre
Ösophagusatresie: Fehlbildung der Speiseröhre, bei der die Speiseröhre bei Geburt unvollständig ist
Ödem: Ansammlung von Flüssigkeit im Gewebe
P
Prävalenz: Häufigkeit einer Erkrankung in einer Bevölkerung zu einem bestimmten Zeitpunkt.
Protonenpumpeninhibitoren (PPI): Medikamente, die die Produktion von Magensäure hemmen
Pathologie: krankhafte Veränderung
R
Randomisierte Studie: Zuordnung der Probanden in Experimental- und Kontrollgruppe erfolgt zufällig
Reflux: Rückfluss von Magensaft in die Speiseröhre (es gibt auch Reflux an den Nieren: hier fließt Urin aus der Harnblase zurück in die Harnleiter)
Refluxerkrankung: Der Rückfluss von Magensaft in die Speiseföhre verursacht Entzündungen und Beschwerden
Remission: Phase in denen Krankheitszeichen deutlich zurückgehen oder verschwinden, oft ein wichtiges Therapieziel. Es handelt sich nicht um eine Heilung.
S
Speicheltest: Untersuchung von Speichel, um Hinweise auf Entzündungen oder Krankheiten zu erhalten
Somatische Behandlung: Behandlung, die sich auf körperliche Beschwerden und nicht auf psychische Ursachen konzentriert
Striktur: Narbige Verengung, z.B. der Speiseröhre
T
Th2-Immunvermittelt: Immunreaktion, bei der spezielle Immunzellen (Th2-Zellen) u.a. eosinophile Granolzyten aktivieren und so allergische Entzündungen fördern
Topische Kortikosteroide: kortisonhaltige Medikamente, die lokal angewendet werden, z.B. in der Speiseröhre
W
Weniger invasive Diagnostik: (Neue) Untersuchungsmethoden, die belastende Eingriffe wie Spiegelungen der Speiseröhre verhindern sollen