
In der Literatur zur Eosinophilen Ösophagitis (EoE) finden sich im letzten Jahr wieder zahlreiche Neuerungen, die von diagnostischen Paradigmenwechseln bis hin zu präziseren Therapiestrategien reichen.
Unter anderem veröffentlichte das American College of Gastroenterology (ACG) im Januar 2025 ein umfassendes Update zu EOE.
Aktuelle Studien beziffern die globale Prävalenz auf ca. 40 pro 100.000 Personen, mit steigender Inzidenz besonders in westlichen Industrieländern. Weitere neue Publikationen fokussieren auch auf den Einfluss von Mikroplastik und frühen Antibiotikagaben als potenzielle Risikofaktoren für die Entstehung.
Die Diagnose basiert weiterhin auf klinischen Symptomen (Dysphagie) und ≥15 Eosinophilen/HPF in der Biopsie, wobei die Rolle der Barrieredysfunktion stärker betont wird.
Es wird aktuell weiter an weniger invasiven Methoden (z. B. Cytosponge oder Speicheltests) geforscht, um die Anzahl notwendiger Endoskopien zu reduzieren. In der Therapie rückt die personalisierte Medizin durch den Einsatz spezifischer Antikörper und die Optimierung der Langzeittherapie zur Vermeidung von Speiseröhren-Fibrosen in den Fokus.
Zusammenfassung
Es geht in vielen Bereichen voran, aber die EoE bleibt diagnostisch und therapeutisch weiter eine große Herausforderung!

Dr. med. Jochen Kittel
Geschäftsführender Oberarzt
Kinderuniversitätskinderklinik Regensburg,
Standort St. Hedwig